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Elektronisches Baubewilligungs- und Planerlassverfahren

11. Februar 2022

Elektronisches Baubewilligungs- und Planerlassverfahren ab 1. März 2022

Die vom Grossen Rat im Dezember 2020 beschlossenen Änderungen im Baugesetz und im Baubewilligungsdekret für die Einführung des elektronischen Baubewilligungs- und Planerlassverfahrens (eBUP) treten am 1. März 2022 zusammen mit der Änderung der Bauverordnung in Kraft.

Mit der Inkraftsetzung von eBUP per 1. März 2022 gilt neu:
Mit eBau steht eine zentrale Lösung zur Abwicklung des Baubewilligungsverfahrens zur Verfügung, welche ab dem 1. März 2022 benutzt werden muss. Die Baugesuche sind von den Gesuchstellenden elektronisch über eBau einzureichen. Das Baugesuch sowie alle weiteren Gesuche im Baubewilligungsverfahren werden in eBau ausgefüllt, die Pläne sowie alle weiteren erforderlichen Unterlagen hochgeladen und der Gemeinde übermittelt. Das System generiert das Baugesuchsformular, das ausgedruckt und unterschrieben werden muss. Es ist sodann bei der Gemeinde zusammen mit den unterzeichneten Bauplänen inklusive sämtlicher hochgeladener Unterlagen in zweifacher Ausfertigung einzureichen (Art. 10 Abs. 6 BewD). Die Fristen beginnen ab Eingang des Papierdossiers bei der Gemeinde zu laufen. Somit werden insbesondere folgende Gesuche elektronisch einzugeben sein:

  • Baugesuch (Art. 34 Abs. 1 BauG),
  • Ausnahmegesuch (Art. 34 Abs. 2 BauG),
  • Gesuch um vorzeitige Baubewilligung (Art. 37 BauG),
  • Gesuch um Verlängerung der Baubewilligung (Art. 42 Abs. 3 BauG),
  • Gesuch um Genehmigung für Gegenstände von untergeordneter Bedeutung (Art. 44 BauG),
  • Projektänderungen und nachträgliche Ausnahmegesuche während des Baubewilligungsverfahrens und im Baubeschwerdeverfahren vor der kantonalen Bau- und Verkehrsdirektion (Art. 43 und 44 BewD),
  • Baupolizeiliche Selbstdeklaration (Art. 47a BewD).


Zusammengefasst gilt:

  • Auch nach der Inkraftsetzung von eBUP haben Gesuchstellende alle elektronisch eingereichten Baugesuchsunterlagen zusätzlich 2-fach in Papier mit den nötigen Unterschriften bei der Gemeinde einzureichen.
  • Die Fristen beginnen ab Eingang des Papierdossiers bei der Gemeinde zu laufen.
  • Nebst der verpflichtenden elektronischen Auflage ist Interessierten während der Auflagefrist weiterhin die Einsicht ins Papierdossier zu gewähren.
  • Die beiden Formulare für die Selbstdeklaration der Baukontrollen SB1 und SB2 sind über eBau auszufüllen, auszudrucken, zu unterschreiben und bei der Gemeinde einzureichen


Es besteht die Möglichkeit, im eBau-Testsystem selbständig mit eBau zu üben. Gesuchstellende können sich ins Testsystem einloggen unter

https://portal.ebau-test.sycloud.ch/